Übersicht der wichtigsten Haarprobleme


Allgemeines:

Die Haare gehören zu den zellteilungsaktivsten Gebilden des menschlichen Körpers und sind deshalb sehr empfindlich
gegenüber äußerlichen und innerlichen Einflüssen.

Das gesunde Haar durchläuft drei Lebensabschnitte. In der Wachstums- oder Anagenphase werden in der Haarzwiebel ständig neue Zellen gebildet. Nach etwa zwei bis sechs Jahren stellt die Zwiebel ihre Tätigkeit ein. Das Haar geht nach einer zweiwöchigen Übergangszeit oder Katagenphase in eine zwei bis vier Monate dauernde Ruhe- oder Telogenphase über. Gegen Ende der Ruhephase fällt es aus und macht einem frisch nachwachsendem Kopfhaar platz. Der so entstehende natürliche Haarverlust kann bis zu 100 Haaren pro Tag betragen.

Vermehrter Haarausfall kann je nach Dauer und Ausmaß zur Kahlheit (Alopezie) führen. Vom dermatologischen Standpunkt aus teilt man die Alopezien in folgende Typen ein:

-diffus
-androgenetisch
-herdförmig vernarbend oder nicht vernarbend
-total

Beim diffusen Haarausfall ist die Anagenphase der Haarzwiebel verkürzt, daß Haar geht schneller in die Telogenphase über. Diese Haare fallen im Gegensatz zu den anderen fest verankerten Telogenhaaren eher aus. In der Regel kommt es nicht zu einer sofortigen Glatzenbildung, sondern zu einer Ausdünnung des Haares.

Die Ursachen können z.B. sein:
Infektionen und Stoffwechselstörungen wie Diabetes, Medikamente, Vitamin- und Eisenmangel, Vergiftungen, Strahlenschäden, psychische- und Stressfaktoren, hormonelle Veränderungen (Schwangerschaft und Geburt, Klimakterium).

Beim androgentisch hervorgerrufenen Haarausfall spielt neben dem Alter und Androgenspiegel das Enzym 5-Alpha-Reduktase eine Rolle. Es katalysiert die Umwandlung von Testosteron in den aktiven Metaboliten Dehydrotestosteron DHT). Während die physiologische Glatzenbildung des Mannes keinen Kranheitswert hat, kann die der Frau ein Hinweis auf eine endokrine Erkrankungen sein. Nicht zu vernachlässigen ist auch die psychische Belastung der betroffenen Frauen.

Beim vernarbten Haarausfall kommt es zum Untergang von Haarfollikeln und damit zu einem irreversiblen Haarausfall.
Auslöser können unter anderem Verbrennungen, Pilzerkrankungen, maligne Melanome und bakterielle Erkrankungen wie Tuberkulose sein. Die Ursache ist nicht geklärt. Man vermutet eine Autoimmunpathogenese. Durch Auftragen von Kontaktallergenen lässt sich das Neuwachstum der Haare auslösen.

Therapiemöglichkeiten:

Da Haarausfall wie oben erwähnt ein Hinweis auf endokrine Erkrankungen oder Stoffwechselerkrankungen seín kann, müssen eventuell vorhandene Grunderkrankungen behandelt bzw. ausgeschlossen werden. Auch auf eine vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung sollte hingewiesen werden. Ebenso wichtig ist es, auf haarschädigende Mittel wie z.B.Dauerwellen, Haarfärbemittel, UV-Strahlen oder zu heißes Föhnen aufmerksam zu machen.

Für die Therapie an sich stehen zahlreiche nicht verschreibungspflichtige z.B. Priorin, Pantovigar, Bio-H-tin und verschreibungspflichtige z.B. Ell-Cranell, Crinohermal usw. zur verfügung.

Wir beraten Sie gerne!

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